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Chickpeace gewinnt den Gastro-Gründerpreis 2017!

Wir platzen beinahe vor Stolz, weil „unsere“ Manuela Maurer mit Ihrem Projekt „Chickpeace“, das aus den „Buffetbegegnungen“ in der Wohnunterkunft „Am Radeland“ hervorgegangen ist, den Gastro-Gründerpreis 2017 gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch an Manuela, Olivia (beide aus Hamburg), Mebrak (Eritrea), Shjkri (Somalia), Rihab (Syrien), Zahrah (Syrien) und Najla (Syrien).

Nachfolgend die Pressemitteilung des Gastro-Gründerpreises:

PRESSEMITTEILUNG
Chickpeace aus Hamburg gewinnt den Gastro-Gründerpreis 2017
Projekt für geflüchtete Frauen lockt mit internationalen kulinarischen Begegnungen

Am 16. Oktober wurden die fünf Gewinner des Gastro- Gründerpreis 2017 auf der Berlin Food Night gekürt. Chickpeace Lunch aus Hamburg gewinnt den Gastro-Gründerpreis als sozialstes Konzept. Wie können geflüchtete Frauen wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen? Diese Frage stellte sich die Hamburger Sozialarbeiterin Manuela Maurer und kam schnell auf ein Thema, das schon immer Menschen zusammenbringt: Kochen und Essen. Denn die Gastronomie ist einer der wenigen Wirtschaftszweige, in der auch Ungelernte Ihre Talente einbringen können – und damit eine ideale Chance für Migrantinnen und Migranten. Maurers Idee führte zu einem Catering-Service: So viel soziales Engagement unterstützt auch die Jury vom Gastro-Gründerpreis 2017.

Es begann mit einem Kochkurs

Geflüchtete Frauen brauchen eine besondere Förderung. Oft fehlt das Augenmerk für ihre Integration. Daher haben Sozialarbeiterin Manuela Maurer und Pädagogin Olivia Beryt ein Angebot für geflüchtete Frauen geschaffen, das sie aus den Flüchtlingsunterkünften herausholt und ihnen die Begegnung und den Austausch mit Deutschen und anderen Kulturen ermöglicht. Wo geht das besser als beim gemeinsamen Kochen und Essen? Dabei können die geflüchteten Frauen Gastfreundschaft leben – ein wichtiges Gut in ihren Herkunftsländern. Im ersten Schritt entstand ein Kochkurs, bei dem deutsche und geflüchtete Frauen im Tandem kochten. Schon bald entwickelte sich daraus ein Catering-Service, der heute regelmäßig zwei bis drei Aufträge pro Woche hat.

Kochen verbindet Menschen und Kulturen

Bei Chickpeace arbeiten Frauen aus Syrien, Eritrea, Somalia und Afghanistan. Das spiegelt sich auch in der Speisekarte wider, auf der Gerichte wie Safran-Hühnchen mit winterlichem Couscous oder Kousa mashi, gefüllte Zucchini, mit orientalischem Mandelreis und natürlich verschiedene Mezze stehen. Bisher entdecken die Gäste Chickpeace hauptsächlich über Mundpropaganda und Facebook. „Die Kunden freuen sich, dass sie mit ihren Aufträgen etwas Sinnvolles unterstützen können“, erzählt Sabine Cole, die sich bei Chickpeace um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. 

Wirtschaftliche Perspektive für geflüchtete Frauen

Neben der Integration steht bei Chickpeace noch ein weiterer Gedanke im Mittelpunkt: „Wir wollen den Frauen eine wirtschaftliche Perspektive geben. Denn Frauen trauen sich oft noch nicht mal den Gedanken zu, sie könnten die Familie ernähren. „In der Gastronomie ist dies aber möglich“, so Initiatorin Manuela Maurer. Mit ihren Mitstreiterinnen hofft sie, „ein Leuchtturmprojekt zu erschaffen, an dem sich andere Frauen orientieren können und ihr eigenes Chickpeace-Projekt auf die Beine stellen.“

Mehr über Chickpeace:

https://www.facebook.com/pontonzwei
Film: https://youtu.be/dnSpH0QYz8o
Bildmaterial (online/print) unter goo.gl/ncpg5p / Fotos © Oliver Schwarzwald für orderbird AG