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Lernen in Corona-Zeiten…

… ist für alle Hamburger Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung. Dies gilt umso mehr für diejenigen, die in einer Wohnunterkunft leben – ohne die Möglichkeit, sich in ein allein in ein ruhiges Zimmer zurückziehen zu können und ohne Internetanschluss! Gerade für unsere jungen Neu-Harburgerinnen und -Harburger ist die lange Zeit ohne geregelten Schulbesuch definitiv mehr Fluch als Segen.

Die „CHANCENREITER-Schule“

Aus diesem Grund haben wir mit Manuela Maurer von den CHANCENREITERN beratschlagt, wie man dieses Problem zumindest abmildern kann – und heraus kam die „CHANCENREITER-Schule“. An fünf Tagen in der Woche werden die Kids aus der Wohnunterkunft „Am Radeland“ nun jeweils in 2-Stunden-Slots gemeinsam mit ihren Geschwistern in unserem Gruppenraum im Tempowerkring 5 (TWR 5) und in einem der Konferenzräume des Tempowerkrings 6 (TWR 6) vom CHANCENREITER-Team betreut. Ausgestattet mit WLAN-Zugang, Laptops und Headsets können die Schülerinnen und Schüler Versäumtes aufarbeiten und Neues mit der engagierten Unterstützung durch Betreuerinnen und Betreuer lernen.

Das Angebot wurde und wird enthusiastisch angenommen – und nicht nur von den Kids. Es gab auch schon sehr positive Rückmeldungen von einigen Lehrerinnen und Lehrern.

Die Headsets ermöglichen den Kindern im gleichen Raum an den Laptops zu unterschiedlichen Themen zu arbeiten, so dass auch eine Binnendifferenzierung möglich ist.


Es ist großartig, dass dieses Programm innerhalb weniger Tage von Manuela Maurer und ihrem Team auf die Beine gestellt werden konnte!

Kein ausreichender Internetzugang in öffentlich-rechtlichen Unterkünften

Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies notwendig wurde, weil es auch nach über fünf Jahren keinen Internetzugang für die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft „Am Radeland“ gibt. Ein Misstand, der aktuell auf knapp 2/3 der öffentlich-rechtlichen Unterkünfte in Hamburg zutrifft und der die Situation für die Neu-Hamburgerinnen und Hamburger in dieser Zeit noch schwieriger macht, als sowieso schon. Die Kinder und Jugendlichen, die in diesen Unterkünften leben, sind von diesem Zustand am stärksten betroffen.


Mir ist bewusst, dass die Stadt Hamburg – mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Familien und Integration (BASFI) und mit der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) – sehr engagiert daran arbeitet, diese Probleme auszuräumen. Aber bis zur Erreichung dieses ehrgeizigen Ziels, konnten und wollten wir nicht warten.

Eine weitere Kooperation der CHANCENREITER und der OPEN ARMS gGmbH

Ich bin froh, dass wir die Möglichkeit haben, in unseren Räumlichkeiten im TWR 5 und TWR 6 und mit unserer Hardware zumindest für die Schulkinder der Wohnunterkunft „Am Radeland“ kurzfristig Abhilfe schaffen konnten. Möglich war die Realisierung dieses Projektes aber nur dank Manuela Maurer und ihrem CHANCENREITER-Team! Das Projekt wird – auch über den Beginn der  allgemeinen Beschulung hinaus – fortgesetzt werden.