Projekt

Die Ausgangslage

Als im März 2014 ohne Vorankündigung Bäume auf der sogenannten „Pferdekoppel“ am Bostelbeker Damm gefällt wurden, sorgte dies für erhebliche Irritationen bei den Anwohnern. Nachfragen ergaben, dass – ohne Wissen der Anrainer oder der Lokalpolitik – am Standort Bostelbeker Damm eine Öffentlich-Rechtliche Unterbringung (ÖRU) mit 226 Bewohnern errichtet werden sollte.

Die Anwohner fühlten sich überrumpelt. Schnell formierte sich Widerstand gegen eine als zu groß empfundene und ohne Einbeziehung der Anwohner geplante ÖRU – eine Bürgerinitiative (BI Bostelbek) wurde gegründet und Gespräche mit den Behörden und dem Senat aufgenommen.

Die Verhandlungen

Bürgermeister Scholz und Geschäftsführer Birkel
Olaf Scholz und Christoph Birkel

In diese Gespräche brachte sich auch Christoph Birkel vom hit-Technopark ein, der von Beginn an deutlich machte, dass er bereit sei, seinen Beitrag zu einem gelingenden Zusammenleben der Alt- und Neu-Einwohner Bostelbeks zu leisten.

Der Druck, den die BI Bostelbek ausübte und die Gespräche mit dem Senat zeigten schließlich Wirkung – die Zahl der zukünftigen Bewohner wurde von 226 auf 168 gesenkt und es wurde zugesagt, dass mindestens 50 Prozent der ÖRU durch Familien belegt werden sollte.

Die Gründung der OPEN ARMS gGmbH

Auch Christoph Birkel ließ seinen Worten Taten folgen, gemeinsam mit seinem Vater Wolfram und seiner Schwester Catharina gründete er die OPEN ARMS gGmbH:

„Die Integration der Menschen, die in den ÖRU untergebracht werden, begreifen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung. Wir sind bereit, uns dieser Verantwortung zu stellen und tun dies mit unserem Projekt OPEN ARMS gGmbH. Uns ist bewusst, dass die Bewohner der ÖRU mit vielen Belastungen zu kämpfen haben: Traumata, Krankheiten, Verluste, Existenzängste. Ihnen beizustehen und ihnen den Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen, ist eine große Herausforderung, der wir uns gegenübersehen. Wir wollen die Herausforderung annehmen und gemeinsam mit den Bürgern, den Behörden und den Bewohnern der ÖRU ein gelingendes Miteinander ermöglichen.“

Die Ziele der OPEN ARMS gGmbH

Christoph Birkel
Christoph Birkel Foto: M. van Kann / AEMEDIA

Wir möchten eine Willkommenskultur schaffen und verhindern, dass Flüchtlinge und Asylbewerber stigmatisiert werden. Wir möchten ihre Integration erleichtern, indem wir Schulungen und Sprachkurse anbieten werden und unter anderem versuchen wollen, sie in Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen zu vermitteln.

Zudem wollen wir die Helfer und Anwohner in ihrer Arbeit unterstützen, indem wir Kontakte zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen vermitteln wollen, das ehrenamtliche Engagement fördern und die bereits aktiven ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen durch die Bildung eines Netzwerks unterstützen und die ehrenamtlichen Helfer durch Fortbildung, Beratung und Begleitung fördern wollen.